Als im Jahr 1883 der erste bayerische Trachtenverein in Bayrischzell gegründet wurde, da war den mutigen Trachtenpionieren die Zustimmung des in Bayern herrschenden Hauses Wittelsbach schon gewiß. König Ludwig II. höchst persönlich war es, der der Gründungsbewegung zustimmte und somit bis heute seinen Anteil an der erfolgreichen Weiterentwicklung des Trachtengedankens hat. Wie sehr die Heimat-, Trachten- und Brauchtumspflege auch heute noch von höchsten bayerischen Stellen wertgeschätzt wird, zeigte sich dieser Tage im Schloss Nymphenburg als Herzog Franz von Bayern (88) die Spitze des Bayerischen Trachtenverbandes zu einem persönlichen Dialog einlud.
Einen Zuschuss von 1.000 Euro aus Mitteln des Projekts „Bürgerengagement in der LAG Chiemgauer-Seenplatte“ erhielt der Trachtenverein Lamstoana Frasdorf. Die Fördermittel wurden eingesetzt, um die Beleuchtung und die Lichteffekte, insbesondere für Theateraufführungen des Trachtenvereins in der Lamstoahalle zu verbessern.
Nur wenige Wochen nach seinem 75. Geburtstag verstarb Bartholomäus Hollinger aus Prien-Elperting. Wie groß seine Wertschätzung über seine Familie hinaus war, zeigte die überwältigende Teilnahme bei der Trauerfeier in der Wallfahrtskirche von St. Salvator. Der Söllhubener Trachtler Bartl Hollinger war über seinen Heimatverein „D´Hochlandler“, über das Gebiet Simssee und über den großen Gauverband I hinaus aktiv und beliebt, er war eine bayernweite Trachtler-Persönlichkeit – das verdeutlichten die Nachrufe.
Die Rosenheimer Trachtler hatten Anfang September in Rosenheim einen schönen Brauchtumstag. Wegen Corona und wenig Werbung fand dieser leider weitgehend ohne Beteiligung der Bevölkerung statt.
Gerne wollen die Trachtler diese Veranstaltung unter hoffentlich besseren Voraussetzungen 2022 wiederholen. Deshalb haben sie das Projekt „Brauchtumstag in Rosenheim“ bei der Jubiläumsaktion der Sparkassenstiftungen Zukunft angemeldet. Bis Ende Oktober ist es möglich, diesem Projekt in einer Online-Abstimmung seine Stimme zu geben