Frühjahrstagung der Trachtenwarte

20.04.2017 13:02 von Helmut Luichtl (Internetbeauftragter)

Trachtenwarte
eine Kerwa-Schürze für Männer

Das Treffen der Gautrachtenpfleger und-warte in Holzhausen gab Gelegenheit, die Eigenheiten der Trachten aus Oberfranken näher anzuschauen. Bernhard Hack aus Weilersbach erklärte ausführlich die verschiedenen, oftmals sehr aufwändig und mit großer Handwerkskunst gearbeiteten  „Monturen“ aus seiner oberfränkischen Heimat. Anhand von zwei Trachtlerinnen konnte er den interessierten Trachtenpflegern die Vielfalt der meist sehr farbigen und mit großen Mustern versehenen Monturen* präsentieren. Auch die Bindekunst der Kopftücher sowie das Anbringen der Schultertücher, um nur einiges heraus zu stellen, brachte für die Gebirgstrachtler neue Erkenntnisse. 
(*oberfränkische Bezeichnung)

Perlenhaarnadeln
Gehört der seit einigen Jahren auf dem Markt befindliche Haarschmuck zur Tracht? Die Trachtenpfleger sind anderer Meinung. Silberne Filigranhaarnadeln sollten weiterhin von den Trachtlerinnen als Haarschmuck verwendet werden. Viele Dirndl fertigen die Nadeln in Kursen selbst und wollen sie auch tragen. Deshalb ist es schwierig, sie davon zu überzeugen, dass zur Tracht die Filigrannadeln gehören. Zu einem Dirndlgwand können selbstverständlich Perlennadeln getragen werden, genauso, wie sie für die Dirndl der Kinder und Jugendgruppen geeignet sind, sauber geflochtenes Haar zu schmücken.

Knöpfe im Trachtenhemd
Zum richtigen weißen Hemd gehören weiße Knöpfe, meinte Hildegard Dufter. Seit einigen Jahren sieht man immer mehr Trachtenhemden mit braunen Knöpfen. Die Trachtenwarte sollten nach Möglichkeit die Hersteller darauf hinweisen, weiße  Knöpfe  zu verwenden und die Trachtengeschäfte auffordern, nur solche Hemden zu verkaufen.

Neue Ausstellung im Museum
In Ihrem Tätigkeitsbericht erwähnte die Sachausschussvorsitzende Annamirl Raab besonders die Ausstellung  „Auf Schusters Rappen“  im Museum des Trachtenkulturzentrums  Holzhausen. Die Exponate waren teilweise sehr schwer zu bekommen, aber Dank der vorhandenen Trachtenteile im  Depot konnten die Lücken in den Vitrinen gefüllt werden. Sie bedankte sich auf diesem Wege bei Lenz Rinshofer und Peter Mock für den Aufbau einer alten Schusterwerkstatt aus Holzkirchen, welche sehr gut zum Gesamtbild der Ausstellung passt.

Die angebotenen Kursprogramme in Holzhausen, insbesondere die Nähkurse werden gut angenommen. Ebenfalls gerne gelesen werden die Beiträge der Gautrachtenwarte im Trachteneckerl des Heimat und Trachtenboten, welche ebenso auf den Internetseiten des Bayerischen Trachtenverbandes nachzulesen sind.

Landesvorsitzender Max Bertl dankte den Anwesenden für ihre geleistete und nicht immer einfache Arbeit und bat darum, im Jahreslauf darauf zu achten, dass von den Trachtlern das richtige Gwand zur richtigen Zeit angezogen wird und wie man sich darin verhält.  Auswüchse gibt es leider genug. Der Stand des Bayerischen Trachtenverbandes beim Markt in Greding am 2./3. September 2017 wird vom Rhein-Main-Gauverband bestückt und betreut.
Für den Sachausschuss
Annelies Weinzierl

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