Bezirksmedaille für Helga Gensberger

14.11.2017 13:15 von Hans Menzinger

Als Zeichen seiner Anerkennung verleiht der Bezirk Oberbayern an Menschen, die sich in besonderer Weise ehrenamtlich um das öffentliche Wohl in Oberbayern verdient gemacht haben, die Bezirksmedaille.

Als „wichtige Stütze unserer Gesellschaft“ bezeichnete Bezirkstagspräsident Josef Mederer ehrenamtliches Engagement bei der Verleihung der Bezirksmedaille im Gebäude der Bezirksverwaltung in München. „Ohne das Ehrenamt würden Bereiche in unserer Gesellschaft veröden, wäre unser Zusammenleben ein anderes. Vereine könnten nicht mehr existieren, viele Menschen würden vereinsamen.“ Er bezeichnete es als außerordentliche wichtig, „dass wir dem Ehrenamt eine Kultur der Anerkennung und Wertschätzung entgegen bringen. Bürgerschaftliches und ehrenamtliches Engagement braucht öffentliche Aufmerksamkeit und Wertschätzung.“

Vor diesem Hintergrund nannte es Mederer sehr erfreulich, dass es sehr viele Menschen gibt, die Dank ihrem Engagement für diese Auszeichnung geeignet erscheinen. „Stellvertretend für die vielen, die sich ehrenamtlich engagieren, hat der Bezirk Oberbayern Persönlichkeiten ausgewählt, die sich in unterschiedlichsten Gebieten ehrenamtlich engagieren und ehren sie mit der Verleihung der Bezirksmedaille.“ Er bezeichnete die Träger der Bezirksmedaille als Vorbilder unserer Gesellschaft. „Sie sind die besten Werbeträger für ehrenamtliches Engagement, sozusagen Botschafter des Ehrenamts. Ihnen möchte ich sagen: Ihr macht etwas Wunderbares, macht weiter so und motiviert andere, es Euch nach zu machen!“ 

Zu den Geehrten zählt Helga Maria Gensberger aus München aus Aschheim.

Hier die Laudatio durch Bezirkstagspräsident Josef Mederer:

Begeisterung – mit diesem einen Wort kann man wohl die Motivation für unser nächstes zu ehrendes Vorbild zusammenfassen: Es steckt sehr viel Herzblut und Liebe in dem Engagement, mit dem sich Helga Gensberger um die Bayerische Kultur verdient gemacht hat.

Frau Gensberger hat sich 35 Jahre lang ehrenamtlich im Trachtenverein „HTV Edelweiß-Stamm München“ engagiert.

Schwerpunkte waren und sind dabei der Erhalt des bayerischen Brauchtums sowie die Pflege des Volkstanzes, des Schuhplattlns und der Volksmusik.

Allein auf Grund dieser Aufzählung kann man sich kaum vorstellen, wie viele Stunden sie sich ehrenamtlich engagiert hat. In all den Jahrzehnten engagiert sie sich in der Vereins- und Jugendarbeit, hat Veranstaltungen und Auftritte des Trachtenvereins organsiert, und war stets zur Stelle, wenn Hilfe gebraucht wurde. Mit ihrer ebenso bestimmten wie freundlichen, offenen und gewinnenden Art hat sie viel geleistet für das Ansehen und die Anerkennung der Trachtenvereine im großstädtischen Raum.

Nachdem sie im Jahr 2009 beruflich in den Ruhestand gegangen war, hat sie ihre ehrenamtliche Tätigkeit sogar noch deutlich ausgeweitet: Sie setzte ihre Kraft nun auch für den Aufbau des Trachtenkulturzentrums Holzhausen ein. Hier unterstützte sie den Vorstand und den Archivar bei der Sammlung, Aufbewahrung und Dokumentation von über 60.000 Exponaten – eine Mammutaufgabe, die sie, wie gesagt, rein ehrenamtlich bewältigte.

Als äußerst aktive Frau im "Hintergrund" und ständige Begleiterin ihres Mannes hat sie ca. 10.000 Stunden ehrenamtliche Tätigkeit für das Trachtenkulturzentrum und das angeschlossene Museum geleistet.

Mit unserer Bezirksmedaille sagen wir deshalb heute „Vielen herzlichen Dank“ für Ihr vorbildliches, mitreißendes und beschwingtes Engagement!

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