Oberbayerische und Oberpfälzer Blasmusikfreuden in Bernau

17.09.2017 16:39 von Anton Hötzelsperger

Die Wiedergründung der Musikkapelle Bernau a. Chiemsee vor nunmehr 65 Jahren wurde mit einem Freundschaftskonzert im Festzelt anlässlich des Laurenzimarktes gefeiert. Hierzu konnten Musikvorstand Georg Bauer und Dirigent Albert Osterhammer die Laabertaler Musikanten aus der Oberpfalz willkommen heißen. Gemeinsam wurde der gemütliche Abend im voll besetzten Festzelt gestaltet. Bürgermeister Philipp Bernhofer von der Gemeinde Bernau gratulierte zum Blasmusik-Jubiläum und dankte der Musikkapelle für deren hohe Qualität und für deren wertvollen Beitrag zum kulturellen Leben in der Gemeinde.

Mit dem Stück „Start frei“, mit dem „Jani-Walzer“ und mit der Polka „Gruß aus der Heimat“ begann die Musikkapelle Bernau den Abend, die Ansage übernahm dabei Gemeinderätin únd aktive Musikantin Irene Biebl-Daiber. Bei ihren Erläuterungen informierte Irene Biebl-Daiber, dass es in Bernau bereits im Jahr 1900 Blasmusikanten gab, dass es 1919 erstmals eine Musikkapelle gab, aber dass deren Wirken durch die Wirren unsicherer Zeiten und Kriege gestört wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es dann zur Wiedergründung der Musikkapelle Bernau. Die Oberpfälzer Gäste, die vor 40 Jahren ihre Musikgründung hatten und die sich die 80 Quadratmeter große Bühne mit den Bernauer Musikanten bis auf den letzten Platz friedlich teilten, begannen nach Egerländer Vorbild  mit den Stücken „Von Freund zu Freund“, mit der  „Kater-Polka“ undmit dem Stück „Ein Abend am Meer“. Dabei sagte Christian Wein als musikalischer Leiter der Laabtaler Musikanten, dass es zwischen den Oberpfälzer und Oberbayerischen Blasmusikanten aus Hemau und Bernau seit vielen Jahren eine Freundschaft gibt und dass schon mehrmals gegenseitige Besuche erfolgten. „Höhepunkt der Freundschaft war im Vorjahr als Bernau beim Wettbewerb des Musikbundes Ober- und Niederbayern als beste Kapelle im bayerisch-böhmischen Bereich ausgezeichnet werden konnte und die Laabtaler Musikanten den hervorragenden fünften Platz im gesamtbayerischen Wettbewerb erzielten“, so Bürgermeister Philipp Bernhofer, der zusammen mit Auerbräu Rosenheim, mit Festwirt Werner Heinrichsberger sowie mit dem Gewerbeverein Bernau mit seinem Vorsitzenden Norbert Klauck  den beiden Kapellen fünf Fässer Bier mit insgesamt 100 Litern spendierte. Beim ersten Fass, das Dirigent Albert Osterhammer von der Bernauer Jubiläumskapelle anzapfte war etwas Geduld gefordert, beim 16. Schlag hörte Bürgermeister Bernhofer jedenfalls zum Zählen auf, dennoch gelang es letztlich dem Dirigenten, dem Fass das Bier zu entlocken. „Eigentlich wollte ich 65 Schläge machen, für jedes Blasmusikjahr einen, aber so viele wurden es dann doch nicht“ – so Albert Osterhammer, der den unsicheren Schlegel dann mit dem sicheren Taktstock tauschte. Mit wechselnden Beiträgen der beiden Kapellen hatten die Besucher einen vergnüglichen und unterhaltsamen Blasmusikabend.

Der nächste Auftritt der Bernauer Musikkapelle ist am 24. September beim „Klingenden Chiemsee“ mit einem Frühschoppenkonzert in Felden

Fotos: Hötzelsperger  – Eindrücke vom Blasmusikabend anlässlich des 65. Jubiläums der Musikkapelle Bernau im Laurenzi-Markt-Festzelt.

  • Die beiden musikalischen Leiter, Christian Wein (li.) von den Laabertaler Musikanten und Albert Osterhammer
  • Von links: Festwirt Werner Heinrichsberger, Bürgermeister Philipp Bernhofer, Musikvorstand Georg Bauer und Dirigent Albert Osterhammer
  • Im Dialog: Bürgermeister Philipp Bernhofer und Dirigent Albert Osterhammer

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