Förderverein tagte: TKZ ein Haus von Weltruf

12.11.2012 12:11 von Hans Menzinger

In den höchsten Tönen lobte der diesjährige Gastredner Dr. Michael Henker von der Landesstelle für nichtstaatliche Museen das in Holzhausen entstehende Trachtenkulturzentrum des Bayerischen Trachtenverbandes anlässlich der Tagung des Fördervereins „Haus der bayerischen Trachtenkultur und Trachtengeschichte“.

Etwas mehr als zehn Prozent der bayernweit rund 1500 Mitglieder konnte der Vereinsvorsitzende und Bezirkstagspräsident von Niederbayern Manfred Hölzlein zur diesjährigen Mitgliederversammlung im Saal des Gasthauses Rampl in Hinterskirchen begrüßen.. Sein besonderer Gruß galt dem Landesvorsitzenden des Bayerischen Trachtenverbandes Max Bertl, den Gauvorständen der Gauverbände und den Bürgermeistern Bernhard Gerlauer aus Hinterskirchen und Robert Maier aus Geisenhausen.

Auch der verstorbenen Vereinsmitglieder, heuer insbesondere
dem Gründungsvorstand des Fördervereins Josef Mayer zu seinem 10. Todestag und dem langjährigen Landesschriftführer Gerhard Hinterbrandner aus Augsburg wurde gedacht.

Zum Protokoll- und Kassenbericht gab es keine Einwendungen, so dass die Entlastung des Kassiers einstimmig erfolgte. Eine geplante Satzungsänderung wurde auf das folgende Jahr vertagt. Hölzlein bedankte sich in seinem Bericht über das vergangene Jahr besonders bei Bürgermeister Maier für die nun doch zügig voranschreitende Sanierung der Ortsstraße Holzhausen und bei Helga und Wolfgang Gensberger, den „guten Seelen des Hauses“.

Der Finanzplan 2013 sieht neben der weiteren Förderung des Archivs und des Museums auch eine Position für die Dachsanierung und Isolierung des Pfarrhauses vor. Diese ist erforderlich, da im Dachraum eine Erweiterung des Museumsbereichs geplant ist.

Einen Scheck über 5000 Euro für die Einrichtung eines Seminarraums im zukünftigen Jugendbildungshaus überreichte der Trachtenverein „D´Würmtaler“ Menzing. Entsprechend dem letzten Willen der im Frühjahr verstorbenen Jugendleiterin Ingrid Menzinger wurde anstatt Blumen und Kranzspenden für diesen Zweck gesammelt.

„Unsere Tradition ist viel Geld wert, auch dem Freistaat Bayern“ sagte der Leiter der Landesstelle
für nichtstaatliche Museen Herr Dr. Henker und freute sich in seinen Ausführungen über den guten Fortschritt des Trachtenkulturmuseums und -archivs: „Der Weg ist gut beschritten, das Ziel ist sichtbar und sicher keine Sache mit ungewissem Ausgang. Die Voraussetzungen für die Archivierung und Konservierung von Trachtenteilen aus komplizierten pflanzlichen und tierischen Materialien wie Stoff und Leder sind durch modernste Archivmöbel und optimale Klimatitsierung der Räume bestens gegeben. Alle sind froh, dass es diesen Ort gibt. Sie haben ein einzigartiges Haus von weltweiter Bedeutung.geschaffen. Wir sehen die Arbeit im Trachtenkulturzentrum mit großer Freude und werden diese auch weiterhin begleiten und unterstützen.“ Weiter führte er aus, dass das Trachtenkulturzentrum seinen Auftrag des Sammelns, Bewahrens, wissenschaftlichen Auswertens, Ausstellens und Vermittelns nach internationalen Standards bestens aus- und fortführt.

Architekt Udo Rieger berichtete über den Baufortschritt im vergangenen Jahr. Das Jugendbildungshaus ist „unter Dach und Fach“. Auch der Veranstaltungsstadel geht langsam seiner Vollendung entgegen. „Für alle Kritiker und Zweifler: Es ist nicht mehr umzukehren“. Für 2013 ist geplant, den Innenausbau des Jugendbildungshauses zügig voranzutreiben, den Küchenanbau zu erstellen und soweit möglich, den Veranstaltungsstadel voranzubringen. Für 2014 ist dann die Fertigstellung und Inneneinrichtung beider Bauabschnitte, sowie die Gestaltung des Hofes und Außenbereiches vorgesehen. Ziel ist es, im Frühjahr 2015 das Trachtenkulturzentrum Bayern feierlich zu eröffnen. Auch bedankte er sich für die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten.

Archivar Gensberger berichtete über eine für 2013 geplante Sonderausstellung von bisher unveröffentlichten Trachtenbildern des Künstlers Richard Pietsch. Auch bedankte er sich bei allen ehrenamtlichen Helfern im Archiv- und Museumsbereich. Die Arbeit schreites gut voran.

Bemängelt wurde von verschiedenen Mitgliedern die noch immer unzureichende Beschilderung der Anfahrtswege von Landshut und Vilsbiburg. Hierzu erklärte der Vorsitzende die komplizierte Rechtslage und versprach, sich weiter der Sache anzunehmen.

Zum Abschluß bedankte sich Landesvorsitzender Bertl bei allen Helfern, Arbeitern, Spendern und sonstigen Beteiligten für die großartige Unterstützung der gemeinsamen Aufgabe. Sein besonderer Dank galt dem Isargau für die Spende einer professionellen Lautsprecheranlage für den Veranstaltungsstadel und der Holzhausener Wirtin Hedi Neumaier für die stets gute Verpflegung der Arbeiter.

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