35 Jahre Freundschaft: Pfaffenhofen und Furth im Wald

10.10.2012 22:24 von Hans Menzinger

Seit gut 35 Jahren dauert mittlerweile die Freundschaft zwischen den Goaßlschnalzern aus Pfaffenhofen an der Ilm und dem Further Heimat- und Volkstrachtenverein Stamm e.V. an. In all den Jahren kam es zu mehr als 13 Treffen untereinander. Waren die Stammtrachtler wiederholt auch in Pfaffenhofen zu Gast, so waren es vor allem aber die Goaßlschnalzer, welche bei Jubiläen des Further Vereins oder sonstigen Gelegenheiten gerne in die Grenzstadt kamen.

Am Feiertag des 3. Oktobers war es wieder einmal so weit: Eine starke Abordnung der Pfaffenhofener Freunde besuchten die Further Trachtler. Besonders beeindruckt zeigten sie sich von dem Further Rekordhalter und der Further liebsten Kind, dem Drachen. An der Seepromenade des Drachensees holten die Pfaffenhofener kurzerhand ihre Goaßln aus dem Auto und ließen diese in rythmischem Einklang sehr zur Freude der Gäste am Drachensee „erknallen“. 35 Jahre hält die Freundschaft der beiden Vereine. Sepp Kirmayr selbst ist seit nunmehr 1974 Vorstand der Pfaffenhofener Goaßlschnalzer. Er und seine Kameraden waren in Furth im Wald immer gerne gesehen. Gemeinsam hat man viel Geselligkeit erleben dürfen. Leider hat einige der Freunde der ersten Stunde der Herrgott bereits zu sich heimgeholt.

So war es auch ein Anliegen der Pfaffenhofener, als diese am Feiertag gegen 10.30 Uhr in Furth im Wald eintrafen, zuerst den mittlerweile verstorbenen Freuden die Ehre zu erweisen und ihnen an deren Grabstätte zu gedenken. Das Gebet am Grab galt hierbei insbesondere Lina Fleischmann, Maria und Herbert Margeth sowie Karl Solleder. Die Further Stammtrachtler hatten natürlich die Gäste aus Pfaffenhofen erwartet und begleiteten sie gerne den Tag über. Kurz wurden den Freunden der Verlauf der Südumgehung und der Stand des Baufortschritts diesbezüglich erläutert, bis man sich anschließend im Vereinslokal, dem Gsellnhaus, zum gemeinsamen Mittagessen traf. Dort erinnerte man sich an frühere gemeinsame Erlebnisse, erzählte von dem Geschehen in den einzelnen Vereinen. Schnell kam man sich näher und es entwickelte sich eine rege Unterhaltung. Der Quetschnspieler der Pfaffenhofener holte sein Instrument hervor und spielte „übers Mahl“. Der Vorstand der Pfaffenhofener Sepp Kirmayr ergriff das Wort, dankte den Stammtrachtlern für die Gastfreundschaft und hatte als Geschenk einen „Schnalzerkrug“ mitgebracht.

Die Vorsitzende der Stammtrachtler, Silvia Hastreiter, freute sich über die große Abordnung der Pfaffenhofener Freunde und hieß diese herzlich willkommen. Silvia Hastreiter überreichte ihrerseits ein schön gestaltetes Trachtenbuch des Gauverbandes, wo insbesondere auch die Tracht des „Stamm“ erwähnt und gezeigt wird. Sepp Kirmayr hatte zudem für besondere Freunde noch eine Überraschung mitgebracht. So wurde Poldl Ringle erwähnt, der für die Pfaffenhofener stets die Kontaktperson ist und auch schon vielfach das Programm für die zahlreichen Besuche in Furth im Wald vorbereitet hatte. Natürlich wurde auch dem Vorstand Willi Siegl, dem Ehrenvorstand Erich Fleischmann und Klaus Ochsenmeier für die Freundschaft gedankt.

Ein Dankeschön gab es auch für den Gsellnhauswirt Ernst Beitlich und dessen Vater. Nach dem ausgiebigen Mittagessen war um 14 Uhr der Besuch des Further Drachen angesagt. Ernst Beitlich ließ es sich nicht nehmen die Trachtler durch die Drachenhöhle zu führen und kurzweilig über alle Besonderheiten des frischgebackenen Weltrekordhalters zu erzählen. Danach machten sich die Trachtler bei herrlichstem Ausflugswetter auf zum Drachensee. Kurzerhand holten die Goaßlschnalzer ihre Goaßln aus den Autos und ließen diese am Promenadenplatz erschallen. Die Besucher des Drachensees hielten inne, genossen die spontanen Einlagen der Pfaffenhofener Trachtler am Ufer des Sees und sparten nicht mit Applaus.

Die Stammtrachtler hatten eine ganze Reihe verschiedenster Kuchen vorbereitet. Und so traf man sich anschließend erneut gemeinsam bei Kaffee, Kuchen und Brotzeiten im Gsellnhaus. Erneut wurde hier die Freundschaft in geselliger Runde aufgefrischt und gefestigt. Ein schöner Tag, der ganz im Zeichen eines gemütlichen Wiedersehens stand, neigte sich dem Ende zu.

Zurück