41. Bayerisch-Tirolerische Wallfahrt nach Sachrang

18.09.2012 20:28 von Anton Hötzelsperger

Zum 41. Mal fand heuer die Bayerisch-Tirolerische Wallfahrt zur Ölbergkapelle in Sachrang statt. Begünstigt von idealem spätsommerlichen Wetter fanden sich wieder zahlreiche Gläubige und Friedens-Befürworter diesseits und jenseits der nicht mehr sichtbaren Grenze ein.

„Die Geschehnisse zwischen Bayern und Tirol waren gewiss nicht immer Ruhmesblätter“ – so begann Bürgermeister Werner Weyerer seine Ansprache zu Beginn des Gottesdienstes und er ergänzte dies mit der Erkenntnis, dass wechselhaftes Kriegsglück letztlich keinen Sieger brachte und dass verbranntes Land und menschliches Leid zurückblieben. Auch heute sehen wir immer wieder Bilder von Krieg und Zerstörung auf der Erde, gerade deshalb ist es wichtig, dem Frieden ohne Wenn und Aber zu dienen“, so der Bürgermeister weiter. Weyerer lobte die Wallfahrt zur Ölbergkapelle seit 41 Jahren als Zeugnis eines friedlichen Miteinanders und als Zeichen des christlichen Glaubens. „Eine gute Nachbarschaft ist nicht selbstverständlich und echte Freunde stehen einander für Demokratie und Freiheit ein“, so der Bürgermeister abschließend, der sich seinerseits noch ganz besonders bei Aschaus Ehrenbürger und beim Vorsitzendem vom Müllner-Peter-Freundeskreis Hans Pumpfer für die engagierte Aufrechterhaltung und Durchführung der jährlichen Wallfahrt bedankte.

Heuriger Gast-Geistlicher war Abt Mag. German Erd vom Zisterzienserstift Stams/Tirol, der den Gottesdienst zusammen mit der Geistlichkeit aus Niederndorf (Pfarrer Peter Rabl) und Aschau (Pfarrer Johannes Palus und Diakon Hans Weber) feierte und der in seiner Predigt an die Kraft des Glaubens erinnerte. Die musikalische Gestaltung übernahmen die Aschauer Alphornbläser, die Riederinger Sänger, die Musikkapelle Aschau und der Müllner-Peter-Chor unter der Gesamtleitung von Sebastian Weyerer, aus dessen Feder auch die musikalischen Noten für Gesang und Instrumente stammten. Nach dem Gottesdienst bedankte sich Hans Pumpfer bei allen Beteiligten und Unterstützern und Luis Mitterhofer aus Südtirol bat in seiner gewohnt zündenden Ansprache um weiteren Zusammenstand zwischen Bayern, Tirol und Südtirol.

Seit über 30 Jahren sind die Südtiroler mit Luis Mitterhofer aus dem Ultental in Sachrang bei der Wallfahrt dabei. Diese begann traditionell mit einem zweiteiligen Kirchenzug von Sachrang und Wildbichl unter Beteiligung vieler Ortsvereine und Fahnenabordnungen, die Ehrenkompanie der Gebirgsschützen kam heuer aus Niederndorf.

Unter den Ehrengästen waren unter anderem Landtagsabgeordneter Klaus Stöttner, Landrat Josef Neiderhell aus Rosenheim, Bürgermeister aus bayerischen und Tiroler Gemeinden sowie der Bayernbund mit seinen Landesvorsitzenden Adolf Dinglreiter und Christian Glas. Nach der Feier bei der Müllner-Peter-Kapelle lud der gastgebende Verein noch zu einer Zusammenkunft im Sachranger Hof ein. Dabei bedankte sich Vorstand Hans Pumpfer bei Abt German Erd mit der Aschauer Chronik und mit einer schön verzierten Bienenwachs-Kerze, die von der Tiroler Vertreterin im Müllner-Peter-Freundeskreis, Elfriede Braunbeck aus Sparchen geschaffen worden war. Zudem überreichte Pumpfer noch die ganz druckfrische Chronik über 40 Jahre Bayerisch-Tirolerische Wallfahrt. Wie Pumpfer informierte, ist dieses Werk ab sofort in Aschau bei der Raiffeisenbank und bei der Sparkasse sowie bei den Tourist-Informationen in Aschau und in Sachrang erhältlich.

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