Die Brauchtumswarte des Inngau-Trachtenverbands und viele freiwillige Helferinnen und Helfer zeigten auf der Landesgartenschau in Rosenheim lebendiges Brauchtum: Zum Fest Maria Himmelfahrt wurden an drei Tagen auf verschiedenen Plätzen des Geländes Kräuterbuschen gebunden.
Reiches Brauchtum hat sich um den „Frauentag“ in Bayern bis heute erhalten. Besonders das Binden eines Kräuterbuschens, der während der Messe am Maria Himmelfahrtstag geweiht wird, ist sehr weit verbreitet. Von der Sommersonnwende bis Maria Himmelfahrt verläuft die wichtigste Kräutersammelzeit des Jahres. Heilpflanzen, die während dieser Zeitspanne gesammelt werden, übertreffen alle anderen Kräuter an Kraft – mit Ausnahme der Johanniskräuter, die an „Sonnwend“ gepflückt werden. Die Zusammenstellung eines Kräuterbuschens ist sehr unterschiedlich. Von Region zu Region wird dies verschieden gehandhabt.
All dies, und vieles mehr, erfuhren die sehr interessierten Besucher der Landesgartenschau von den Trachtlerinnen und Trachtlern des Inngau-Trachtenverbands. Die gebundenen Kräuterbüschl fanden viele dankbare Abnehmer und wurden gerne mitgenommen um sie an Maria Himmelfahrt im heimischen Gottesdienst weihen zu lassen.
Weitere Informationen zu Kräuterbuschen finden Sie auch auf den Seiten des
Sachausschusses Mundart, Brauchtum, Laienspiel.
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