Wer in den vergangenen Wochen unterwegs war, musste sich warm anlegen. Bei teilweise minus 16 bis 20 Grad war man froh, wenn man fürs Spazierengehen, beim Eisstockschießen oder Besuch von Kirchen, soweit sie nicht geheizt waren, wärmende Kleidungsstücke hatte. Dazu kam noch ein eiskalter Ostwind. Da steht man dann schon vor der Frage, was ziehe ich an. Passt es zu einem Rock, einer langen Hose bzw. Stoff- oder Bundlederhose? Bevor man aus dem Haus geht, schaut man doch noch mal in den Spiegel, ob alles passt. Von Kopf bis Fuß sollte es ja stimmen.
Was braucht man alles? Für warme Füße sind gefütterte Winterschuhe zweckmäßig, die zum boarischen Gwand in braun oder schwarz passen. Wenn sie noch mit Lammfell gefüttert und dicht sind, dann geht´s oan gwiß net nass ei. De grechtn Strümpf oder Strumpfhosen helfen einem da auch noch. Die Mannerleit tragen Hosen. Da gibt es u.a. die Wahl zwischen einer Bundlederhose, einer Lodenhose oder Stoffhose. Stoffhosen werden von den Schneidern oder Fachgeschäften auch mit aktuellem Schnitt angeboten. Darum kann man sie auch ins Büro oder für andere Anlässe anziehen. Der Loden wärmt ganz schön. Das merkt man spätestens wenn man dann längere Zeit in einem geheizten Raum sitzt.
Die Frauen sind flexibler beim Ausgehen. Je nach Anlass haben sie die Wahl zwischen Dirndlgwand, Rock oder Hose. Sowohl Männer wie Frauen legen oben rum eine gestrickte, Loden- oder Stoffjoppe bzw. Jacke an. Zum Schutz gegen Schnee, Regen, Kälte oder Wind tragen viele einen Mantel. Wer nur eine gestrickte Jacke anzieht, kann dann auch noch einen Jägermantel oder Wetterfleck tragen. Diese sind dann gefragt, wenn man sich körperlich betätigt, z.B. beim Eisstockschießen, oder wenn es nicht mehr ganz so kalt ist.
Für´n Kopf gibt es passende Hüte, Hauben oder Stirnbänder, die je nach Wetterlage den Träger oder die Trägerin entsprechend schützen. Zurzeit sind Hüte generell modern. Man wird auch zu entsprechender Berufs-, Freizeit oder Alltagskleidung die passenden finden.
Es ist mir klar, dass es in unserem Land große Unterschiede gibt. Allein schon das Klima ist zwischen Main und Alpen sehr unterschiedlich. Die Kleidung der Menschen hat sich diesem entsprechend angepasst. Es wird allerdings auch einige Kleidungsstücke geben, die auch in anderen Regionen passend und als Schutz gegen Niederschläge wie Regen oder Schnee sowie Kälte geeignet sind.

Florian Seestaller

Foto/s: Bayerischer Trachtenverband

 

Bayerischer Trachtenverband e.V., Arbeitskreis "G'wandkultur", Peter Eicher (Tel. 08665 / 7678)