Tragen
des „Boarischen G´wands“ in der Schule
Das „Jahr der G´wandkultur“ wird 2008 innerhalb
des Bayerischen Trachtenverbandes gefeiert. Vor 125 Jahren
wurde in Bayrischzell der erste Trachtenverein gegründet,
um der Gefahr, dass die Tracht verschwindet, entgegen zu wirken.
Nun hat die Tracht in ihrer einzigartigen Vielfalt viele Generationen
und sorgenvolle Zeiten überdauert. Im Jahreslauf findet
sie bei Alt und Jung Gefallen und Verwendung bei kirchlichen,
weltlichen und privaten Anlässen. Peter Eicher, Gauvorstand
des Gauverbandes I aus Weißbach an der Alpenstraße
weiß die Beliebtheit des Tracht-Tragens zu schätzen.
Dennoch macht er als Initiator und Vorsitzender des Arbeitskreises
zum „Jahr der G´wandkultur“ darauf aufmerksam,
dass gerade im privaten Bereich das Tragen vom „Boarischen
G´wand“ noch mehr Beachtung verdient hätte.
Ein guter Anlass, sich zum heimatlichen G´wand sowie
zur Heimat selbst zu bekennen besteht für die Kinder
und Jugendlichen mit dem Beginn eines neuen Schuljahres. In
diesem Sinne ruft der Bayerische Trachtenverband alle Schülerinnen
und Schüler, Eltern sowie Lehrerinnen und Lehrer auf,
das „Jahr der G´wandkultur“ auch am ersten
Schultag sowie im schulischen Alltagsleben zum Ausdruck zu
bringen. Bayerns Kultusminister Siegfried Schneider, erst
vor wenigen Wochen beim Gaujugendtag in Ruhpolding von der
Kraft und Größe der Jugendarbeit innerhalb der
Trachtler begeistert, unterstützt die Trachtler-Initiative
gerne. In einer Grußbotschaft zur Schulbeginns-Aktion
teilt er mit: „Der Bayerische Trachtenverband mit seinen
Heimat- und Volkstrachtenvereinen erhält die Tradition
regionaler Besonderheit in Kleidung, Mundart und Musik lebendig.
Ich wünsche, dass es ihm gelingt, immer wieder junge
Mitglieder zu finden und so mit der Tracht auch das Bewusstsein
für Geschichte und Wandel in der Region lebendig zu erhalten“.