Osterkerzen Madonnakerze

Zeitlicher Aufwand: groß

Ursprung

Biblischer Brauch: Im christlichen Glauben ist die Osterkerze im 4. Jahrhundert entstanden. Sie wird zum ersten Mal 384 in Piacenca in einem Brief des Heiligen Hieronymus erwähnt. Die Osterkerze gilt als Symbol für Christus, das Licht der Welt.

Die Osterkerze wird mit dem ersten und letzten Buchstaben des griechischen Alphabets Alpha und Omega, auch mit den 5 Kreuzigungsnägeln, als Erinnerung an die 5 Wunden Jesu, oder mit dem Jesussymbol X und P verziert. Alpha und Omega steht für Anfang und Ende jeder Geschichte.  

Es gibt auch die Sonne der Auferstehung, das Lamm mit Fahne oder der Fisch, sowie die Jahreszahl. Diese Wachssymbole können je nach Geschmack auf einer Osterkerze angebracht werden.


Kurzbeschreibung

Mindestens 9 Jahre sollte ein Kind sein, das eine Osterkerze
mit Feingefühl und unter Hilfestellung basteln kann. Es wird ein weißer Kerzenrohling mit ca. 6 cm Durchmesser und ca. 20 cm Höhe benötigt.

  Die Kinder suchen die Symbole im Bastelbuch aus und zeichnen sie auf Pergamentpapier. Dann werden die Symbole auf die Wachsplatten durchgedrückt und mit einem scharfen Messer unter Aufsicht ausgeschnitten und auf den Rohling gedrückt.

In der Osternacht wird die Kerze in Landsberg am Lech, mit dem Osterkorb in dem Brot, Salz, geräucherter Schinken, Eier, sowie ein gebackenes Osterlamm mit Fahne enthalten sind, zur Weihe mitgebracht. Nach dem Kindergottesdienst wird die gebastelte Kerze an der geweihten Osternachtskerze in der Kirche entzündet und mit einer Laterne nach Hause getragen.

Wir haben das Licht der Osterkerze auch schon auf das Grab verstorbener Familienmitglieder gebracht. Auch haben wir in einer Tonflasche mit Korken aus dem Weihwasserkessel, geweihtes Wasser mit nach Hause und in den Friedhof mitgenommen.  

Texte teilweise aus dem Buch Feste Feiern Bräuche durch das Jahr von Herbert Sedlmair.

Details