Chinesenfasching in Dietfurt

Zeitlicher Aufwand: groß

Ursprung

Seit 1954 wird der Chinesenfasching in Dietfurt gefeiert. Die Dietfurter werden im Volksmund als die „Chinesen“ bezeichnet, dessen Namensursprung ist unbekannt.

Die Legende sagt: die Dietfurter hätten sich, als der Steuereintreiber aus Eichstätt kam, hinter der großen Stadtmauer (Chinesische Mauer) versteckt und es wie die Chinesen täten.

Auch bekannt als „Dietfurter Chinesenfasching“
Kurzbeschreibung

Am Unsinnigen Donnerstag wird in Dietfurt der Chinesenfasching gefeiert. Es wird ein Kaiser gekrönt, der die Herrschaft über die Stadt übernimmt. Der Bürgermeister wird zum kaiserlichen „Großmandarin“ degradiert.

Die Stadt wird in dieser Zeit als „Bayerisch-China“ bezeichnet.

Der Dietfurter Chinesenfasching ist einzigartig in Deutschland und eines der bekanntesten Faschingsereignisse in Bayern.

Ablauf

Um 2 Uhr früh ziehen die „Herolde des Kaisers“, die sog. Gelben Ameisen, laut lärmend durch die Stadt und verkünden den Anbruch des Dietfurter „Nationalfeiertages“. Um „13.61 Uhr „ beginnt der große Faschingsumzug, der aus ca. 50 Gruppen gebildet wird. Der Umzug endet auf dem Rathausplatz, der zu Fasching „Platz des himmlischen Friedens“ heißt. Dort wird der Kaiser ernannt. Danach wird die Dietfurter „Faschingshymne“ gesungen und das Faschingstreiben in den örtlichen Gaststätten und Diskotheken fortgesetzt.

Es werden jährlich bis zu 20000 Zuschauer erwartet.

Vorbereitung

Wer den Faschingsumzug ansehen will, muss sich rechtzeitig nach Dietfurt begeben, damit er einen Platz an der Straße bekommt. Die Autos stehen oft bis ins kilometerweit entfernte Beilngries an der Straße entlang.

Durchführung

Alle beteiligten Gruppen geben sich als Mitglieder des Chinesischen Hofstaates aus. Ein Drachenwagen, der die Sänfte des Kaisers trägt ist der Höhepunkt.

Faschingsruf: „Kille-Wau“

Der Name des Kaisers ergibt sich zumeist aus einer Anspielung auf ihr echtes Leben, vor allem auf den Namen oder den Beruf. z.B. „Boo-Dah-Washy, der im echten Leben Hans Geyer hieß und ein ortsansässiger Friseur war.

Boda = bay. - Friseur

Bezugsquellen für Infos und Material

Dietfurt an der Altmühl liegt im Regierungsbezirk Niederbayern, gehört zum Donaugau und Trachtenverein Beilngries

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